• Die drei größten Fehler beim Schreiben meines ersten Romans

    Die drei größten Fehler beim Schreiben meines ersten Romans

    Beim Schreiben meines ersten Romans sind mir einige typische Fehler unterlaufen, die mich unnötig Zeit gekostet haben. Dabei hat sich im Schreibprozess selbst alles richtig angefühlt. Erst später merkte ich, dass ich es mir unnötig schwer gemacht habe. Meine drei größten Fehler möchte ich heute mit dir teilen! 😊

    Fehler sind erlaubt

    Bestimmt kennst du den Spruch: Fehler sind erlaubt, aber … Ja, ja, sagen wir dann gerne mal, weiß ich.  So abgedroschen dieser Spruch auch sein mag, ändert das nichts an seinem Wahrheitsgehalt. Wenn wir nicht aus unseren Fehlern lernen, treten wir weiter auf der Stelle.

    Fehler haben also eine Funktion und können oft nicht vermieden werden.  Auch wenn ich nicht böse bin, diese Fehler gemacht zu haben, hätte ich sie dennoch gern vermieden.  So manches graue Haar hätte ich mir bestimmt ersparen können.  Nichtsdestotrotz konnte ich feststellen, dass es zwischen Theorie und Praxis einen großen Unterschied gibt!

    Mein Fehler Nummer eins: mangelnde Klarheit

    Was meine ich mit mangelnder Klarheit? Bereits in meinem letzten Beitrag: Der erste Entwurf ist immer mist 

     habe ich dieses Thema bereits angesprochen. Im Grunde geht es um den Kern jeder Geschichte: Was möchte ich erzählen und für wen? 

    Mein Hauptproblem war, dass ich mir über die Geschichte, die ich erzählen wollte, und meine Zielgruppe nicht im Klaren war.  Kurz gesagt, Ohne Klarheit schreibt man viel, aber nicht unbedingt das richtige! 

    Das Ergebnis war, dass ich Textpassagen schrieb, die nicht zur eigentlichen Story passten. Das kostete nicht nur Zeit, sondern auch viel Energie. Ganz zu schweigen von der Frustration, ganze Szenen und Abschnitte am Ende wieder streichen zu müssen.

    Die Erkenntnis daraus ist: Je klarer man weiß, was das eigentliche Thema, der rote Faden, der Geschichte ist und an wen dieser Text gerichtet sein soll, desto leichter wird die Umsetzung.

    Mein zweiter Fehler: Ungeduld

    Durch meine Ungeduld kamen die Recherche und Figurenentwicklung zu kurz.  Es ist nicht so, dass ich mich gar nicht um diese Dinge gekümmert hätte. Natürlich habe ich mir Wissen zu verschiedenen Themen angeeignet. Ich informierte mich über Drogenhandel, Waffenhandel und über die Dinge, von denen ich zu wenig wusste.  Ebenso habe ich mir viele Gedanken und Notizen zu meinen Haupt- und Nebenfiguren gemacht. 

    Doch, wie sich im Verlauf meiner Arbeit herausstellen sollte, waren diese Vorarbeiten trotzdem ungenügend. Dementsprechend gerieten mir die Darstellungen und Charaktere in meinem Rohentwurf etwas ungenau oder blass. 

    Mit anderen Worten: Ich musste viel Zeit für die Überarbeitung verwenden! 

    Der Hauptgrund dafür war meine Ungeduld. Ich wollte unbedingt mit der Geschichte beginnen und hatte Angst, bei all der Vorarbeit die eigentliche Geschichte aus den Augen zu verlieren und das Feuer zu ersticken. Dabei hätte gute Vorarbeit nicht das Feuer gelöscht, es hätte ihm lediglich eine Richtung gegeben. 

    Die Erkenntnis daraus: Hätte ich mir mehr Zeit für die Figurenentwicklung und Details genommen, hätte ich mir später viel Zeit bei der Überarbeitung sparen können. Der Text wäre insgesamt stimmiger geworden, da sich die Figuren natürlicher entwickelt hätten.  

    Fazit: Alles braucht seine Zeit!

    Mein dritter Fehler: Perfektionismus

    Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich bin gern Perfektionist. Zumindest in einem gesunden Maß und zur richtigen Zeit stört mich diese Eigenschaft nicht.  Blöd nur, wenn dieser Perfektionismus zum falschen Zeitpunkt auftritt. So geschehen bei meinem ersten Rohentwurf. 

    Mein innerer Kritiker, der bereits in dieser Phase alles richtig machen wollte, war ständig präsent. Jeder Absatz, ja sogar manchmal jeder Satz oder jedes Wort, wurde überprüft und in Frage gestellt.  Ich wollte bereits im Rohentwurf Perfektion, dabei habe ich vergessen, dass ein Rohentwurf genau das ist: roh! Dementsprechend dauerte meine erste Fassung ewig. 

    Die Dauer der Manuskript-Erstellung war jedoch noch nicht einmal das größte Problem. Wie sich später herausstellte, hatte ich mich verzettelt und dementsprechend fühlte ich mich bemüht, alles neu zu schreiben. 

    Fazit: Das Vermeiden von Fehlern, hat mich am Ende mehr Zeit gekostet als die Fehler selbst! 

    Fehler erkannt, Fehler gebannt

    Wie bereits erwähnt, finde ich es nicht schlimm, dass mir diese Fehler unterlaufen sind. Dennoch werde ich in Zukunft versuchen, sie zu vermeiden. Wichtig war jedoch zunächst, sie als solche zu erkennen. Ganz davon abgesehen, es gibt noch genügend andere Fehler, die man machen kann und die es ebenfalls zu vermeiden gilt! 😉

    Das sind also meine ersten wichtigen Erkenntnisse auf meiner Schreibreise. 

    Kommen dir diese Fehler bekannt vor? Oder welche sind dir selbst begegnet? 

    Schreibe mir gerne in die Kommentare, ich bin gespannt auf deine Erfahrungen! 🙂 

    Mit den besten Grüßen 

    dein David 

    Kein Schema gefunden.

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert